Archiv für Februar, 2014

Die Kinderquatschkomödie mit Katze, Spinne und Teos Papa

von CHRISTOPH WESEMANN

Buenos Aires, Tochter (vier Jahre), Sohn (sieben Jahre), Vater (jung wirkend)

Erste Szene

VATER. (singt Andrés Calamaro) »No sé si estoy despierto o tengo los ojos abiertoooooos.«1

SOHN. (zur Schwester) Welche Katze kann schwimmen?

TOCHTER. Fisch.

SOHN. Du bist so blöd.

VATER. He!

TOCHTER. Ich bin doch nicht blöd, ne, Papa?

VATER. Natürlich nicht, mein Schatz.

SOHN. Papi, welche Katze kann schwimmen?

VATER. Fisch.

 ≈ ≈ ≈ ≈ ≈≈

Zweite Szene

TOCHTER. Können wir was gucken?

VATER. Meinetwegen. (macht den Fernseher an) Uuuuh, Spider-Man. Den dürft ihr natürlich nicht gucken. Ich schalt mal …

TOCHTER. (aufgeregt) Nein, nein, nein, das ist nur Propaganda. Gleich kommt Violetta.

VATER. Wie nennst du das?

TOCHTER. (sehr aufgeregt) Das ist … das ist … das ist … äh … äh … Perbung.

≈ ≈ ≈ ≈ ≈≈

Dritte Szene

VATER. Hast du dich angeschnallt?

SOHN. Ja.

VATER. Wie war’s denn bei Teo? Erzähl mal.

SOHN. Gut.

VATER. Was habt ihr gemacht?

SOHN. Playstation.

VATER. Ach. (hupt und ruft) Fahr doch! (hupt abermals)

SOHN. Ich will auch eine Playstation, Papa.

VATER. Ich auch. Hat euch Teos Papa was zu essen gemacht?

SOHN. Wir hatten keinen Hunger.

VATER. Teo lebt aber eigentlich bei seiner Mama, ja?

SOHN. Aber am Wochenende ist er oft bei seinem Papa.

VATER. Und sag mal, Teos Mama hat doch einen neuen Freund, ne?

SOHN. Ja. Claudio.

VATER. Der ist ganz schön jung, oder?

SOHN. Der ist so groß wie du.

VATER. Ich meine, der ist noch nicht so alt wie Teos Mama.

SOHN. Kann sein. (überlegt) Warum wohnen die Mama und der Papa nicht mehr zusammen?

VATER. Pffffff. Männer, Junge. Der war zu anderen Frauen netter als zu ihr.

SOHN. (schweigt)

VATER. Und hat der auch eine Freundin?

SOHN. Wer?

VATER. Teos Papa.

SOHN. Nein.

VATER. Der wohnt ganz allein in dem großen Haus?

SOHN. Nee, die Oma …

VATER. Danke, reicht.

Vorhang

  1. Ich weiß nicht, ob ich wach bin oder die Augen offen habe. []

Argentinische Spielsucht: Fußball mit Eisenbahnern, Tintenfischfressern und Anarchisten

von CHRISTOPH WESEMANN

Drei Tage. Drei Stadien. Drei Spiele. Zweite und dritte argentinische Liga. Ein Experiment, eine Zumutung und Selbstquälung. Wie verkaftet ein Mensch so viel üblen Fußball an so ungemütlichen Orten? Wo es keine Anzeigetafel und anderen Schnickschnack gibt, wo die Werbung der Sponsoren noch flattert und nicht flimmert, wo der Pass nur ankommt, wenn ihm der Weg nicht zu weit ist (maximal fünf Meter), wo der Verteidiger noch nach Blut grätscht, wo selbst die Nummer zehn den Ball unbedrängt verstolpert und der Spielmacher beider Mannschaften Zufall heißt?

  • Club Ferro Carril Oeste – Club Atlético Aldosivi
  • Club Atlético Defensores de Belgrano – Club Atlético Acassuso
  • Club Atlético Colegiales – Club Social y Deportivo Merlo

Angepfiffen werden die Partien jeweils um 17 Uhr, da freut sich bestimmt der Biorhythmus. Oder hat der damit gar nichts zu tun?

Erstes Spiel. Ferro Carril – Aldosivi 2:1.

Club Ferro Carril Oeste aus Buenos Aires spielt gegen Club Atlético Aldosivi aus Mar del Plata – oder auch: Der Tabellen-14. der zweiten Liga empfängt den 20. und damit Drittletzen. Wir sind im Stadtteil Caballito, dessen Name von einer Wetterfahne stammen soll. Als das Pferdchen um 1900 entstand, lag es am westlichen Rand von Buenos Aires. Heute ist das Viertel im Zentrum und mit 176 000 Menschen auf 6,8 Quadratkilometer nach Recoleta am dichtesten besiedelt.

Ferro war übrigens 1982 und 1984 argentinischer Meister und heißt auf Deutsch Westliche Eisenbahn, womit wir direkt im Geschichtsunterricht sind. Die ersten Fußballklubs waren nämlich im 19. Jahrhundert am Ausbau der Eisenbahnlinien in und um Buenos Aires beteiligt, weshalb viele Stadien bis heute entlang der damals entstandenen Strecken aufgereiht sind. Auch Ferro wurde am 28. Juli 1904 von 95 Eisenbahnern gegründet.

Als Welthauptstadt des Fußballs wird Buenos Aires ja gern bezeichnet – wegen der Fülle von Spitzen- oder wenigstens professioneller Mannschaften. Allein in der ersten Liga spielen derzeit sechs: All Boys, Argentinos Juniors, Boca Juniors, River Plate, San Lorenzo und Vélez Sarsfield. Aus dem Speckgürtel kommen vier weitere: Arsenal, Quilmes, Racing und Tigre.

Mein Sohn und ich sind ja bekanntlich Fans von Quilmes, dem Klub aus der Stadt des gleichnamigen Bieres. Meister waren wir auch schon, 1978, in meinem Geburtsjahr also. Außerdem haben wir den Papierschnipselregen beim Einmarsch der Mannschaft erfunden und sind der älteste Fußballverein des Landes.

Wieso bin ich überhaupt bei Ferro? Ach ja, Nelson, der Mann, der unsere Klimaanlage reparieren sollte, hatte mir den Besuch empfohlen – wegen des Stadions, nicht wegen des Fußballs. Ich verstand nicht genau, warum, es war ja auch viel zu heiß in der Wohnung. Das Ricardo-Etcheverri-Stadion, benannt nach seinem Architekten und  langjährigem Vereinsvizepräsidenten, ist jedenfalls ordentlich heruntergekommen und angerostet. Die Gegengerade war einmal, und in der Kurve steht man auf Holzplanken. Jemand, der viel repariert oder reparieren soll, guckt wohl mit anderen Augen.

Die Klimaanlage funktioniert natürlich noch nicht wieder.

Ich fotografiere gerade die Stehplatztribüne, als mir ein Breitschultriger ein Zeichen gibt, das bitte zu unterlassen. Er kommt noch extra auf mich zu. Hoppla, der hat ja mehr Tattoos als Zähne.

»Die Barra fotografiert man nicht, muchacho

Ja, die Barra Brava, die Wilde Horde, eine Mischung aus Ultras und Hooligans, gibt in jeder Beziehung den Ton an in argentinischen Stadien. Sie sorgt für die einzigartige Stimmung, für Gesänge und Musik. Leider sind viele der Chorknaben auch mindestens halbkriminell. Sie handeln mit allem, was sich zu Geld machen lässt, mit Drogen, Parkplätzen, Imbissständen und vor allem Eintrittskarten. Wenn es sein muss, bedrohen sie auch Spieler und Trainer. Gedeckt bis unterstützt werden sie von hohen Vereinsfunktionären, die im Hauptberuf oft Politiker sind oder es werden wollen. Diese Allianz sorgt dafür, dass die Gewalt in Argentiniens Fußball – fast 200 Tote seit 1939, 2012: zwölf, 2013: elf – kaum zu besiegen ist. Wenn‘s kracht, wenn Fäuste und Kugeln fliegen, geht’s ums Geld, ums Geschäft, nicht um Sport. In vielen Kurven rivalisieren verschiedene Barras.

»Okay, das mit der Barra wusste ich nicht.«

»Wo kommst du her?«

»Deutschland.«

»Dachte, du bist Bulle. Ich bin von der Barra.«

»¡Vamos Ferro!«

Das Schöne in Argentinien ist: Die Stadien sind uralt, und jedes sieht deshalb anders aus. Es stehen noch nicht diese hochmodernen Legoarchitekturarenen außerhalb der Stadt herum, die mehr Einkaufszentrum als Sportanlage sind. Bei uns spielen die Klubs auch noch in dem Viertel, in dem sie einst gegründet wurden. Jedes Heimspiel ist somit ein Nachbarschaftstreffen. Die Kinder bringt man mit und die Kinderwagen natürlich auch.

Ich schaue immer wieder nach links, wo gewöhnlich mein Sohn steht. Aber der ist ja mit dem Rest der Familie verreist. Er fehlt mir sosehr, auch als Zuhörer und Bewunderer meiner fundierten Analysen und immer konstruktiven Kritik an den Spielern. Die anderen Männer ohne Anschluss können immerhin mit sich selbst über das Spielgeschehen schreien. Würde ich auch gern machen. Aber Selbstgeschreie auf Spanisch mit deutschen Akzent – wie klänge das denn?

Flache 4, Falsche 9, Staubsauer und Doppelsechs, doppeln und Ball ablaufen, Tiki-Taka, Matchplan und anderer Krimskrams aus dem Akademikerfußball – das gibt es natürlich nicht in der Zweiten Liga. Hier ist volkstümlicher Fußball angesagt. Ferro und Aldosivi spielen, ganz klassisch, mit zwei Stürmern, und der Ball wird von hinten sehr weit nach vorn gedroschen. Selbstverständlich gelingt nicht alles, das meiste, ob Stoppen oder Schießen, misslingt sogar, es sind einfach zu viele Spieler mit zwei linken Füßen dabei. Aber um feinen und schnellen Fußball zu gucken, hat der Argentinier ja seine Nationalmannschaft und einen Fernseher mit Kabelanschluss für die Champions League und die Spitzenspiele aus England, Italien, Spanien und Deutschland.

In Spielminute 86 stehe ich schon am Ausgang. Zweimal 25 Minuten hätten mir auch gereicht.

Wenn Quilmes weiter so oft verliert und so selten gewinnt, steigen wir übrigens ab und spielen nächste Saison auch gegen Ferro Carril Oeste.

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Zweites Spiel. Defensores de Belgrano – Acassuso 0:0.

Wir steigen natürlich nicht ab. Ich habe gestern Abend Unsinn gefühlt. Selbst wenn wir absteigen sollten, steigen wir gleich wieder auf. Aber wir steigen ja nicht ab. Außerdem bleibt immer noch der ultimative Durch-dick-und-dünn-Spruch wahrer argentinischer Fußballfans: »Cuando ganas te quiero cuando perdes te amo.« – »Wenn du gewinnst, mag ich dich. Wenn du verlierst, lieb ich dich.«

Jetzt ist dritte Liga. Das Stadion von Defensores de Belgrano liegt direkt an der Avenida del Libertador, der 25 Kilometer langen Riesenstraße, die vom Norden in den Süden der Hauptstadt führt. Wir sind in Núñez, einem der wohlhabendsten Viertel, was der örtliche Fan gut zu verbergen weiß.

»Und für dich, Alter?«, fragt der Mann in der Imbissbude vorm Stadion.

Tja, normalerweise essen der Sohn und ich vor dem Anpfiff an einem der Grillstände entlang der Straße argentinisch: also chorípan, die Bratwurst im Brot. Ist natürlich nicht ohne: Ältere wie ich brauchen die komplette erste Halbzeit, um mit der Zunge alle Fettfleischreste aus den Zahnzwischenräumen zu holen. Aber hier gibt es ja nur paty, den beschränkten Hamburger: Fleisch, Brot, Ketchup und Mayonnaise. Das Salatblatt und die zwei Tomatenscheiben kann man sich ja dazu denken. Paty ist eigentlich unsere Pausenmahlzeit. Heute also erschwerte Bedingungen, der Magen wird sich hoffentlich umstellen können.

Wenn ich richtig zähle, wird das mein 15. Spiel sein. Für die Chronik alle bisherigen Partien, unsortiert:

  • Ferro Carril – Aldosivi 2:1
  • Vélez Sarsfield – Estudiantes 1:1
  • River Plate – Vélez Sarsfield 0:0
  • Argentinos Juniors – Godoy Cruz 2:1
  • Boca Juniors – Barcelona SC 1:0 (Copa Libertadores)
  • Quilmes – Newell’s Old Boys 1:1
  • Quilmes – San Lorenzo 3:2
  • Quilmes – Arsenal 0:1
  • Quilmes – Godoy Cruz 0:0
  • Argentinien – Peru 3:1 (WM-Qualifikation)
  • Platense – Morón 1:0
  • All Boys – Newell’s Old Boys 3:1
  • Racing – River Plate 1:0
  • San Lorenzo – Estudiantes 0:0.

Das schönste aller Spiele war Quilmes gegen San Lorenzo, den späteren Meister. Montagabend. Flutlicht. Winterkälte. Und wir besiegen einen der großen Fünf des argentinischen Fußballs1.

Hackentricks, Übersteiger, Seitfallzieher – nichts davon gelingt hier bei Defensores gegen Acasusso. Es ist wie mittwochs um 20 Uhr, wenn ich mit Fede, Pancho, Koala, Limon und den anderen Jungs kicke: Man will immer viel, aber Kunst ist bei uns eben nur der Rasen. Welche hohe Meinung man aber auch von sich haben muss, um zu glauben, man könnte, was nicht mal diese Jungs können, die immerhin dritte Liga spielen. »Beim Training muss jedes Talent seine Form finden, und es ist ein Zeichen von Intelligenz, keine Lösungen zu suchen, die die eigenen Möglichkeiten übersteigen«, schreibt Jorge Valdano in seinem Buch Über Fußball. Demnach sind Fede, Pancho, Koala, Limon und die anderen Jungs, ich also auch, eher dumm. Im WM-Finale 1986 gegen Deutschland schoss Valdano übrigens das 2:0 für Argentinien. Heute ist der einstige Mittelstürmer, Trainer und Manager als Fußballphilosoph unterwegs.

»Wer nicht hüpft, ist ein Tintenfisch«, singen die Fans von Defensores, was sich auf Spanisch natürlich reimt. Der Tintenfisch (El Calamar) ist der Anhänger des Club Atlético Platense, der ganz in der Nähe sein Stadion hat. Bei Platense, ebenfalls gerade Drittligist, waren der Sohn und ich natürlich auch schon. Ein Flutlichtspiel am 17. August 2013, im Winter also. Der Tintenfisch gewann gegen den Hahn, die Mannschaft von Deportivo Morón. Jaja, der argentinische Fußball und seine Spitznamen.

Niemand, ist doch klar, singt natürlich so schön wie Quilmes:

Ich komme aus dem Bierbrauerviertel
Aus dem Viertel der Drogen und des Karnevals
Ich folge dir, seit ich kleiner Junge war
Niemals werde ich dich verlassen
Denn so ist Quilmes
Man trägt es im Herzen
Diese Fans hätten’s verdient, Meister zu werden

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Drittes Spiel. Club Atlético Colegiales – Deportivo Merlo 1:3.

Heute wird es schwer, in der Masse unterzutauchen. Als ich 20 Minuten vor Anpfiff die Kurve betrete, bin ich Nummer 5 und werde von zwei Jungs zum Drogenkonsum eingeladen. Ich habe noch nie zuvor einen Fan von Colegiales getroffen. Ich kenne die nur aus Zeitung, weil im Oktober 2013 der Anführer ihrer Barra Brava erschossen wurde, während er vor seiner Haustür eine Messerstecherei mit einem Colegiales-Fan hatte. 500 Anhänger begleiteten den Leichenzug, randalierten unterwegs und bedrohten Journalisten.

Colegiales wurde übrigens 1908 in Buenos Aires von Anarchisten gegründet. Erst 40 Jahre später zog der Verein in den Vorort Munro um. Ich war ja auch mal Anarchist, in der elften Klasse. Ich hatte nicht viel Auswahl damals, mein Gott, es gab doch bei uns nur Anarchisten, HipHopper und Wedernochs.

Was für ein Tor! Lucas Buono, der Glatzkopf mit der 9, schlenzt gleich in der ersten Minute den Ball von der Strafraumgrenze in den Winkel. 1:0 für Colegiales. Langsam füllt sich die Tribüne, nach zehn Minuten ist auch der Trompeter endlich da. Bis jetzt wurde nur getrommelt. Auch Colegiales spielt übrigens in einem Stadion mit Hufeisenform, wie es sehr typisch ist für Argentinien: An einer Seite ist keine Tribüne, sondern eine Wand.

Zweite Halbzeit. Wenn die Spieler Durst haben, trinken sie aus einem Fünfliter-Wasserkanister. So machen wir das zu Hause auch, ist ja viel günstiger als diese kleinen Flaschen. Ich will nach Hause.

Aber zunächst muss ich mich noch über den Schiedsrichter empören. Der hat gerade Merlo einen Elfmeter gegeben, der einer war, aber keiner sein darf. »Schwaaaaaalbeeeeeee! Bist du blind, du Idiot? Hurensohn! Stricher! Das Geschlechtsteil deiner Schwester! Ich weiß, wo dein Auto …« Ich hole mir mal was zu essen.

»Wer bist du denn?«

»Was?«

»Wo kommst du her?«

»Wieso?«

»Na, wir kennen dich nicht.«

Was muss ich denn bitte noch tun, um nicht aufzufallen? Ich bin am Montagnachmittag beim Fußball, in der dritten Liga wohlgemerkt, und habe vorhin das Riesenbanner mit ausgerollt, ich beleidige den Schiedsrichter und esse ja sogar den Hamburger, der eine Minute in der nackten Hand des Grillmeisters verbracht hat. Soll ich mich vielleicht noch tätowieren lassen? Dann stelle ich mich den drei Jungs von der Barra halt vor. Sie verlieren schnell das Interesse an dem Deutschen, der sich als »Fanatiker des argentinischen Fußballs« ausgibt.

»Sehr gut, amigo

Es steht mittlerweile 1:3. Colegiales bleibt also Vorletzter in der dritten Liga. Wann pfeift der Schiedsrichter endlich ab? Wie lange lässt der Schwachkopf denn nachspielen? Die zweite Halbzeit dauert schon 65 Minuten, mindestens. Am dritten Tag wird wahrscheinlich jedes Spiel zäh. Es fehlt aber auch die Abwechslung. Der Chor reagiert ja überhaupt nicht aufs Geschehen; das Repertoire wird nur sauber herunter gesungen. Und die Trompete, tja, hmm, ich konnte nicht mal Triangel im Musikunterricht, aber ich weiß nicht, also die Trompete, die habe vielleicht auch schon reiner gehört in anderen Stadion – das ist nur knapp über dem Niveau von Stefan Mross seinerzeit.

Ich bin am Ende meiner Kräfte.

Nie wieder Fußball.

Nie wieder.

  1. Boca Juniors, Independiente, Racing, River Plate und San Lorenzo []

Mit Pablo im Auto: Eine argentinische Regenkomödie

von CHRISTOPH WESEMANN

Buenos Aires, 20.10 Uhr; zwei Männer im Auto; stärker werdender Regen

PABLO. (fährt auf die Stadtautobahn) Mmmhh. (schaltet den Warnblinker ein, beschleunigt leicht)

ICH. Was machst du da?

PABLO. Ich habe den Warnblinker angemacht.

ICH. Warum?

PABLO. Unwetter.

ICH. Es regnet.

Drei Minuten später

ICH. Warnst du die anderen Autofahrer vor dem Regen? Oder vor dir?

PABLO. Das verstehst du nicht.

ICH. Ich will es aber verstehen.

PABLO. Kannst du nicht.

ICH. Warum?

PABLO Verstehen nur Argentinier.

ICH. Es regnet auch in Deutschland.

PABLO. (reibt sich mit der rechten Hand die Stirn) Ist mir bekannt.

Drei Minuten später

ICH. Unterscheidet sich der argentinische Regen sehr vom deutschen Regen?

PABLO. (unverständlich)

ICH. Ich glaube ja, der deutsche Regen ist hochwertiger. Ihr seid doch Schwellenland.

PABLO. (unverständlich)

ICH. Erinnerst du dich noch an die zwei schwarzen Hosen, die ich mir in Buenos Aires an meinem Geburtstag gekauft habe?

PABLO. Nein.

ICH. Bei der einen, nicht der aus Cord, ist der Hosenstall kaputt. Nach nicht mal einem Jahr! Ist verrückt, oder? Ich musste drei Tage mit offenem Hosenstall durch Patagonien laufen.

PABLO. Du gehst mir auf die Eier.

ICH. Fahren ganz schön viele Autos mit Warnblink. Nervt das nicht?

PABLO Das nervt nicht.

ICH. Ich hatte nur eine Hose für den Urlaub eingepackt. (prüft mit Daumen und Zeigefinger den Hosenstall) Ich war noch in der Näherei neben dem Hostel, um den Hosenstall provisorisch reparieren zu lassen. Und was sagt die Näherin?

PABLO. Keine Ahnung.

ICH. Ich soll den Schlitz nicht mit Gewalt öffnen. (lacht hysterisch) Mit Gewalt! Das kann auch nur eine Frau sagen, oder?

PABLO. Weiß nicht.

ICH. War aber gar keine Frau, hatte nur sehr lange Haare. Bis hier ungefähr. (beugt sich nach rechts und berührt mit der linken Hand den Po) Vielleicht solltest du irgendwo halten, bis der Regen aufgehört hat. Ich lad dich auf einen Kaffee ein. Du wirkst ein bisschen müde und angespannt.

PABLO. Unwetter.

ICH. Was?

PABLO. Das ist kein Regen. Das ist ein Unwetter.

Zwei Minuten später

ICH. Ein bisschen schneller fahren kannst du nicht, nein? Vielleicht 70 oder wenigstens 65einhalb? Ich habe übermorgen einen Termin.

PABLO. Sehr witzig.

ICH. So wie ihr fahrt, frage mich ja manchmal, wie es euch möglich war, einen fünffachen Formel-I-Weltmeister hervorzubringen.

PABLO. (mit schwärmerischem Ton in der Stimme) El Maestro.

ICH. Ich kenne kein Volk, das langsamer anfährt als ihr, wenn die Ampel grün wird.

PABLO. Einundfünfzig. Vierundfünfzig. Fünfundfünfzig. Sechsundfünfzig. Und siebenundfünfzig. Außerdem zweimal Zweiter: fünfzig und dreiundfünfzig. Damals, als noch nicht der Computer die Rennen fuhr.

ICH. Schien wahrscheinlich immer die Sonne damals.

PABLO. Halt die Schnauze! (guckt nach oben, flüstert) Hör nicht auf ihn, Maestro.

Eine Minute später

ICH. Man sieht kaum noch dreihundert Meter weit. Vielleicht solltest du auch die Nebelscheinwerfer anmachen.

PABLO. Hab ich schon.

Vorhang

 

Patagonisches Reisetagebuch (III): Ein falscher Rockstar, ein verwirrter Pinguin und viele andere Deutsche am Ende der Welt

von CHRISTOPH WESEMANN

Die Route: Buenos Aires > Tandil > Pehuen-Có > Las Grutas > Puerto Madryn > Viedma > Azul > Buenos Aires

Teil I: Zwei Lämpchen, der arme Esel und fünf Autohausbesetzer

Teil II: Die Drei-Tropfen-Töchter, der singende Papa und ein Auto im Sandkasten

♦♦♦♦♦

 

Tag 8. Puerto Madryn.

Eine Argentinierin beschimpft meinen Sohn oder mich, genau verstehe ich sie nicht, als »Idiot«. Einer von uns beiden soll den Pinguin verwirrt haben. Ich halte mich aber für unschuldig, und mein Sohn sich auch. Außerdem sind wir vorhin belehrt worden. Zwar habe ich die meisten Verhaltensregeln gleich wieder vergessen oder wegen des Genuschels der Belehrerin gar nicht erst verstanden. Aber an diesen einen Punkt erinnere ich mich noch: »Macht immer Platz für jeden Pinguin, der euch begegnet. Sonst kann’s passieren, dass er die Orientierung verliert und nicht mehr zu seiner Familie zurückfindet.«

Ich habe nicht herumgestanden, ich war höchstens langsamer als der Pinguin, und verwirrt bin ich selbst. Ich im Urlaub – das ist wie Rockstar auf Welttournee: Ich weiß gerade noch, in welcher Stadt wir übernachtet haben. Aber wo waren wir vor drei Tagen? Und wie sah das Hostel aus? Wir waren doch im Hostel, nicht wahr?

Dabei bin ich, alles in allem, ein schlechtes Rockstar-Imitat. Bei mir ist die Frau immer dieselbe, und ich schleppe alles selbst, auch die fast Fünfjährige, wenn’s sein muss, und ob es sein muss, entscheidet die fast Fünfjährige. Vor vier Stunden habe ich mich, mit ihr auf der Schulter, gebückt (und nicht hingehockt), um den von ihrem Fuß abgefallenen Badelatsch aufzuheben. Seitdem brennt und sticht es im linken Bein. Mitleid muss ich mir aber selbst verabreichen, denn die Frau hat ja drei Kinder auf die Welt gebracht. Was an Frauen wirklich nervt: das niemals endende Gejammer über die sogenannten Schmerzen der Geburt. Aus meiner Sicht, und ich war ja dreimal dabei, ist das Gebären kaum anspruchsvoller als das Ausbrüten.

»Hast du meinen Sohn gerade Idiot genannt? Spinnst du?«

»Schatz, ganz ruhig, vielleicht hat die blöde Kuh ja auch mich gemeint.«

»Dann hätt′ ich nichts gesagt.«

Wir sind am südlichsten Punkt unserer Patagonien-Reise, im Tierschutzreservar Punta Tombo, dem größten Pinguin-Nistplatz Lateinamerikas. Hunderttausende Magellan-Pinguine leben von September bis März auf der Halbinsel in der Provinz Chubut. Andere Quellen sprechen sogar von einer Million. Sobald es Frühling wird auf der Südhalbkugel, verlassen sie Brasilien und schwimmen 3000 Kilometer durch den Atlantischen Ozean, um beim Nachbarn ihre Jungen auszubrüten. Die Babys sind schon da, gucken aus Erdlöchern und hinter Sträuchern hervor.

Amerikanische Wissenschaftler, die von 1983 bis 2010 hier geforscht hatten, haben gerade ihre Studie veröffentlicht. Zwei von drei Geschlüpften, so das Ergebnis, überleben die ersten Wochen nicht. Sie sterben ohne das wasserfeste Federkleid an Nässe, Sturm und Kälte, finden keine Nahrung oder werden selbst gefressen. Einer der Autoren der Studie sagt Jahre voraus, in denen – Stichwort: Klimawandel – wegen der heftigeren und häufigeren Stürme keines der Jungtiere überleben werde.

Der Mensch hält sich bislang heraus. Die Pinguine werden nicht gefüttert und nur beschützt vor uns, den Besuchern. Der drei Kilometer lange, abgesteckte Weg durch den Park darf nicht verlassen werden, und Mülleimer gibt es genauso wenig wie Toiletten. Rauchen ist verboten. Wikipedia spricht von 65 000 Touristen jährlich – doppelt so viele wie in den Neunzigern. Clarín, die größte Tageszeitung Argentiniens, vermeldete Ende November 1500 Besucher pro Tag. Das Tourismusministerium der Provinz zählte 50 000 zwischen September und Dezember 2013. Die Zahlen klingen eher nach Geheimtipp, sind aber angesichts der Niemandsländlichkeit des Ortes wohl wieder recht beachtlich. Punta Tombo liegt ja nicht nur 125 Kilometer südlich einer Stadt (Trelew) und mehr als 1500 Kilometer entfernt von Buenos Aires, sondern auch am Ende einer langen Schotterpiste. Bis Arsch der Welt ist′s nur unwesentlich weiter. Trotzdem kommt jeder Zweite, der die Kolonie besucht, aus dem Ausland und zahlt, wie es sich in Argentinien und anderswo auf dem Kontinent gehört, einen deutlich höheren Eintrittspreis.

»Kommt alle raus, Pingus, kommt alle raus!«

Die Zweijährige ist für ihre Verhältnisse sehr gesprächig heute. Sie hat seit zwei Tagen Heimweh nach Buenos Aires und vermisst ihre Freundinnen aus dem Kindergarten. Wenn ihre Geschwister miteinander spielen, sitzt sie abseits, nimmt sich mein Telefon und redet auf Valentina, María und vor allem Laila ein. Sie hält sich auch Schuhe, Flaschen und Bauklötze ans Ohr. Laila nimmt immer ab – beste Freundin eben.

Schaut, Kinder, wie nett die Pinguine miteinander umgehen, wie lieb die sich haben. Es wird gekuschelt, ohne dass einer den anderen Sekunden später würgt. Es wird gewatschelt, ohne dass einer den anderen irgendwann umschubst. Es wird sich ausgeruht, ohne dass einer dem anderen ins Ohr schnarcht. Sind die immer so? Streiten die nie? Auch die Eltern nicht? Macht mir richtig schlechte Laune, dieses Gutpinguinentum: Kopf größer als ′n Gartenzwerg, aber Riesen in Sachen Moral. Fehlen nur noch VegetarierInnen, die aus »Respekt vor Natur, Tieren und Menschen« keinen Fisch essen.

Auf dem Rückweg überfahre ich ein Gürteltier, das über die Straße läuft. Die Kinder brauchen zweieinhalb Tage, um mir zu verzeihen.

Tag 9. Puerto Madryn.

Das schreibt der Reiseführer:

Das geschützt in der Bucht des Golfo Nuevo liegende Städtchen ist das Tor zum Tierschutzgebiet Península Valdés. Obwohl Tourismus und Industrie boomen, hat es seinen Kleinstadtcharakter bewahrt. Das Radio gibt Suchmeldungen nach vermissten Hunden durch, die Einheimischen sind gastfreundlich und gemütlich.

Gemütlich? Das ist untertrieben. Eine Minute dauert in Patagonien 90 Sekunden, mindestens, und jeder Patagonier scheint einen Tempomat zu tragen, der zu niedrig eingestellt ist. Zum Glück halte ich mit, seit ich nur noch humpeln kann. Die Ärztin im Krankenhaus diagnostiziert an meinem linken Bein gerade eine Art Hexenschuss für Anfänger, gibt mir Schmerztabletten und schickt mich dann ins Nebenzimmer. Jetzt noch eine Spritze, und dann wird es bestimmt gleich besser.

Der Spritzer macht aus dem Stich eine Zeremonie, murmelt vor sich, hoffentlich sind′s patagonische Flüche gegen Hexenschüsse, lässt sich meinen Namen buchstabieren, zieht am Mate, erfragt den Vornamen und reicht mir den Kugelschreiber für die Unterschrift. Um ihn zu beschleunigen, frage ich, mit schon heruntergelassener, also ohne Hose: »Wohin? In den Arsch?«

»Ganz genau.«

»Okay.«

»Dann wollen wir mal.«

»Ja.«

»Augenblick.«

»Ja?«

»Welche Backe?«

Er kassiert 30 Peso (2,77 Euro) – und lässt mich dann noch zehn patagonische Minuten aufs Wechselgeld warten.

Wir hatten auf dieser Reise noch keine so schöne Unterkunft. Gleich gestern, am ersten Abend, wurde uns zwar aus unserem Fach in der Gemeinschaftsküche ein Plastikbehälter samt schon gekochter Spaghetti (sehr al dente) geraubt. Und gesäubert wird das Geschirr, ein Klassiker des hostelismo latinoamericano, mit dem Helmut Schmidt unter den Abwaschschwämmen: Hat schon alles gesehen und könnte viel erzählen, ist ordentlich ramponiert, aber nicht totzukriegen.

Das alles gehört selbstverständlich zum Ambiente.

Hier könnten wir bleiben. Die Kinder sind ja ganz pflegeleicht, wenn man ihnen nicht dauernd begegnet. Der Siebenjährige lebt im Fernsehraum, er guckt alles, mexikanische Liga, Truckrennen, zwischendurch gern was Schlüpfriges und notfalls auch die Präsidentin, wenn gerade der Mann nebenan auf dem Ledersofa das Programm bestimmt; sobald der eingeschlafen ist, ist er die Fernbedienung natürlich los.

Habe ich eine Lust auf das Egocentro. Es »feiert die maritimen Schätze der Region«, steht im Reiseführer. Oje, bunte Fische vor Korallen auf Fotos also. Wir könnten zum Strand gehen und dann hunderte Meter hineinlaufen, es ist gerade Ebbe. Wie könnten zuschauen, wie die Sonne untergeht und das Wasser wiederkommt. Viele machen das so, vermutlich sogar alle außer uns, so voll ist der Strand. Der Sohn meint, wir könnten auch fernsehgucken.

Warum findet das Navigationsgerät denn dieses verdammte Museum nicht? Muss ja furchtbar angesagt sein.

»Ecocentro, nicht Egocentro. Wundert mich aber nicht.«

Immer diese unqualifizierten Kommentare.

Es sind tatsächlich noch andere Besucher hier, guck an, hätte ich nicht gedacht. Acht andere, um genau zu sein. Und um ganz genau zu sein: weitere acht Deutsche, zwei Familien, vier blonde Kinder, deren Köpfe von Weitem leuchten. Mein Sohn fragt ja jeden zweiten Tag, wann er sich endlich die Haare färben dürfe, damit sie genauso schwarz seien wie die seiner Schulfreunde. Seit einem halben Jahr vertröste ich ihn auf »nächste Woche«.

Die Vierjährige hat wieder einen ihrer Stolpertage erwischt. Sie stolpert ja jeden Tag mehrmals, über Steine und winzige Unebenheiten auf dem Bürgersteig. Aber an Stolpertagen stolpert sie ohne Grund, sozusagen präventiv. Wenigstens rennt sie nicht gegen das rote Riesenwal-Ding, um sich ordentlich den Kopf zu stoßen. Sie ist natürlich auch viel kleiner als ich.

»Wie kann man das denn nicht sehen?«

Es ist ja so: Alles Schlechte haben die Kinder sowieso von mir. Und alles Gute haben sie von anderen, vor allem von ihrer Mutter, manchmal auch von unserem Stromableser, von irgendeiner Frau, die ihnen mal über den Kopf gestrichen hat, oder ähnlich wichtigen Bezugspersonen, auf keinen Fall aber von mir. Aufregen bringt auch gar nichts. Wenn ich mich darüber aufrege, heißt es nur: »Das haben sie auch von dir, das Aufregen.« Ich bin doch aber auch sensibel.

Die Zweijährige hält sich die Eintrittskarte ans Ohr und telefoniert schon wieder mit Laila. Wenn ich mir Mühe gebe, kann ich das deutsch-spanische Kuddelmuddel, das sie da spricht, dechiffrieren. Ihre Mutter, klar, hört sogar, was Laila sagt.

Ist gar nicht so übel, das Museum. Gerade waren wir in einem Dunkelraum mit Walgeräuschen. Jetzt stehen wir vor einem Brunnen und lassen uns was erklären. Am Ende sitzen die Kinder unten im Unterrichtsraum an einem runden Tisch und lernen, dass der Wal kein … ähm … und der Delfin auch nicht … ist jedenfalls sehr interessant, was die junge Museumsmitarbeiterin erzählt. Ihre Neugierde haben die Kinder eindeutig von mir.

Jetzt wird es aber Zeit, die anderen Deutschen kennen zu lernen. Wenn sich Landsleute am Ende der Welt begegnen, gibt es ja tausend Themen.

»Seid ihr auch auf dem Zeltplatz?«

»Nee, wir sind im Hostel in der Avenida … also in der Nähe vom äh … ach, und ihr auf dem Zeltplatz, ja?»

Eineinhalb Jahre wollen sie Südamerika bereisen. Sie kommen gerade aus Uruguay und werden in zwei Wochen Chile erreichen. Ich gebe ein paar wertvolle Tipps, Valparaíso, da müsst ihr hin, Santiago de Chile ist hingegen nur Durchschnitt, hat mich nicht gerockt, die Hauptstadt, die Fahrt über die Anden lohnt sich natürlich, kann ich nur empfehlen, ja, nach Bolivien unbedingt, nehmt euch aber an der Grenze vor Rotkäppchen in Acht, und vergesst mir den Norden Argentiniens bitte nicht. Sie schauen, als hätte ich nachträglich Christoph Kolumbus die Entdeckung Amerikas streitig gemacht.

»Haben die’s gut«, sage ich, als wir wieder im Auto sitzen.

»Niemals.«

»Aber überleg doch mal: Ecuador, Peru, Kolumbien, Guatemala. Und alles als Familie. Da wäre man richtig aufeinander angewiesen, und jeder müsste sich ein bisschen zurücknehmen.«

»Papa, können wir endlich losfahren? Mir ist heiß, und ich habe Hunger.«

»Ich muss pieseln.«

»¡Hola Laila!«

»Mir reicht, dass ihr euch zweieinhalb Wochen zurücknehmt.«

»Stimmt: niemals.«


Argentinische Helden

Papst Franziskus, gezeichnet von Danü (c)

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